So gelingt ein Google Ads Audit: 12 Prüfungen vom Conversion-Tracking bis Performance Max, Warnsignale für verschwendetes Budget, Lösungen und Rhythmus.

Kurz gesagt
Ein Google Ads Audit ist eine strukturierte Prüfung eines Kontos, um verschwendetes Budget und verpasste Conversions zu finden. Beginnen Sie mit dem Conversion-Tracking, denn jedes automatische Gebot hängt davon ab. Prüfen Sie dann Struktur, Targeting-Einstellungen, Keywords und Keyword-Optionen, Suchbegriffe und auszuschließende Keywords, Anzeigen und Assets, Gebotsstrategie, Budget, Qualitätsfaktor, Landingpages und Performance Max. Machen Sie jedes Quartal ein vollständiges Audit und kontrollieren Sie Suchbegriffe und Budgets jede Woche.
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Ein Google Ads Audit beantwortet eine einzige Frage: Bringt jeder ausgegebene Euro das Ergebnis, das das Unternehmen will? Konten verschieben sich mit der Zeit. Standardeinstellungen bleiben aktiv, weitgehend passende Keywords sammeln irrelevante Suchanfragen, ein Tag bricht nach einem Website-Update und die automatischen Gebote optimieren plötzlich auf das falsche Ziel. Diese Checkliste geht die 12 Bereiche in der richtigen Reihenfolge durch, jeweils mit Warnsignal und Lösung, gestützt auf die Dokumentation von Google. Wenn Sie neu auf der Plattform sind, lesen Sie zuerst unseren Leitfaden zur bezahlten Suche und zur Funktionsweise von Google Ads.
Ein Audit ist eine reine Lesephase: Sie notieren Probleme und priorisieren sie, bevor Sie etwas ändern. Wer während der Prüfung Einstellungen ändert, kann später nicht sagen, welche Korrektur gewirkt hat. Vier Situationen sprechen für ein Audit:
Legen Sie vor dem Start einen Zeitraum fest: mindestens 30 Tage Daten, besser 90, damit eine untypische Woche die Ergebnisse nicht verzerrt. Exportieren Sie auch den Änderungsverlauf: Er zeigt, wer wann was geändert hat.
Alles andere hängt davon ab. Prüfen Sie, welche Conversion-Aktionen als primär markiert sind (auf diese optimieren die Gebote) und ob sie einen echten Geschäftswert abbilden: einen Kauf, einen qualifizierten Lead, einen gebuchten Termin. Seitenaufrufe, Scrolltiefe oder Klicks auf eine Telefonnummer, die auf jeder Seite steht, blähen die Ergebnisse auf und führen Smart Bidding in die Irre. Vergleichen Sie dann die Conversions in Google Ads mit Ihrem Shop-Backend oder CRM für denselben Zeitraum. Unser Leitfaden zum Conversion-Tracking erklärt Einrichtung, erweiterte Conversions und den Einwilligungsmodus für Traffic aus Europa.
Kampagnen sollten abbilden, wie Sie verkaufen: nach Produktlinie, Dienstleistung, Region oder Marge, mit Markensuchen in einer eigenen Kampagne. Wer Marken- und generische Suchbegriffe mischt, verdeckt die echten Kosten für Neukunden, denn Markenklicks sind günstig und konvertieren gut. Das andere Extrem sind zu viele Kleinstkampagnen: Jede bekommt zu wenige Daten, damit die automatischen Gebote lernen können.
Drei Standardeinstellungen sollten Sie in jeder Suchkampagne prüfen:
Sehen Sie sich Kosten und Conversions jedes Keywords über 90 Tage an. Keywords, die Geld ausgeben, ohne zu konvertieren, sollten pausiert, niedriger geboten oder auf eine passendere Landingpage geleitet werden. Die Keyword-Option zählt: Weitgehend passende Keywords erreichen die meisten Suchanfragen, und Google empfiehlt, sie mit Smart Bidding zu kombinieren, doch sie brauchen solide Conversion-Daten und konsequente Ausschlüsse. Passende Wortgruppe und genau passend geben bei kleinen Budgets mehr Kontrolle. Um zu prüfen, was ein Klick pro Keyword wert ist, vergleichen Sie Ihren Cost-per-Click mit Ihrer Marge.
Der Bericht zu Suchbegriffen ist der lohnendste Teil des Audits. Laut der Google Ads-Hilfe zum Suchbegriffbericht zeigt er die tatsächlichen Suchanfragen, die Ihre Anzeigen ausgelöst haben, und daraus hinzugefügte auszuschließende Keywords sind standardmäßig genau passend. Auszuschließende Keywords gelten nicht für ähnliche Varianten: Fügen Sie Singular, Plural und häufige Tippfehler selbst hinzu. Suchen Sie nach Jobsuchenden ("Jobs", "Gehalt"), Do-it-yourself-Suchen ("kostenlos", "Vorlage", "Anleitung"), Wettbewerbern, für die Sie nicht zahlen wollen, und Orten, die Sie nicht bedienen.
Jede Anzeigengruppe sollte mindestens eine responsive Suchanzeige enthalten. Die Google-Dokumentation zu responsiven Suchanzeigen erlaubt bis zu 15 Anzeigentitel mit 30 Zeichen und 4 Beschreibungen mit 90 Zeichen. Warnsignale: wenige Anzeigentitel, die alle dasselbe sagen, alles an feste Positionen angepinnt oder ein Anzeigentext, der die gesuchten Wörter nicht aufgreift. Die Anzeige sollte das Angebot, einen Beleg und einen klaren nächsten Schritt nennen.
Sitelinks, Zusatzinformationen, Snippets, Bilder, Anruf- und Standort-Assets vergrößern die Anzeige und liefern mehr Gründe für einen Klick. Prüfen Sie, ob sie auf der richtigen Ebene existieren (Konto, Kampagne oder Anzeigengruppe), ob Sitelinks auf erreichbare Seiten führen und ob Aktionen abgelaufen sind. Verfolgen Sie die Klickrate vorher und nachher: Unser CTR-Rechner hilft beim Vergleich von Anzeigengruppen.
Die Strategie muss zur Datenmenge passen. Ziel-CPA oder Ziel-ROAS brauchen einen stetigen Strom an Conversions pro Kampagne; bei nur einer Handvoll pro Monat rät der Algorithmus. Prüfen Sie, ob die Ziele realistisch sind (ein Ziel-CPA weit unter dem historischen Wert bremst die Auslieferung) und ob Strategien nicht alle paar Tage gewechselt werden, was jedes Mal die Lernphase neu startet. Im E-Commerce liefert der ROAS-Rechner den Break-even-Zielwert auf Basis Ihrer Marge.
Zwei Spalten zeigen, wo Volumen verloren geht: Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Budget) bedeutet, dass das Geld ausgeht; Anteil an entgangenen Impressionen im Suchnetzwerk (Rang) bedeutet, dass Ihr Anzeigenrang zu schwach ist. Eine budgetbegrenzte Kampagne, die profitabel konvertiert, verdient mehr Geld; eine Kampagne, die beim Rang verliert, braucht bessere Anzeigen, Seiten oder Gebote, kein höheres Budget. Unser Leitfaden zu den Kosten von Google Ads zeigt, wie Sie ein Budget aus Ihren Zielen ableiten.
Fügen Sie auf Keyword-Ebene die Spalten zum Qualitätsfaktor und seinen drei Komponenten hinzu. Eine niedrige erwartete Klickrate weist auf die Anzeige hin, geringe Anzeigenrelevanz auf die Verbindung zwischen Keyword und Anzeige, eine unterdurchschnittliche Nutzererfahrung mit der Landingpage auf die Seite. Der Leitfaden zum Qualitätsfaktor erklärt, was Sie bei jeder Komponente ändern sollten. Behandeln Sie ihn als Diagnosewert, nicht als Ziel an sich.
Öffnen Sie den Bericht zu Landingpages und testen Sie jede wichtige Seite auf dem Smartphone. Die Seite sollte das Versprechen der Anzeige wiederholen, schnell laden, einen Beleg nahe dem Call-to-Action zeigen und ein Formular haben, das funktioniert und die Conversion nur einmal auslöst. Eine allgemeine Startseite als Ziel für alle Keywords ist eine der häufigsten Ursachen für schwache Conversion-Raten. Siehe unsere Checkliste für eine Landingpage, die konvertiert.
Performance Max liefert aus einer einzigen Kampagne auf Suche, Shopping, YouTube, Display, Discover, Gmail und Maps aus, was das Audit erschwert. Prüfen Sie, ob die Asset-Gruppen echten Angeboten entsprechen, ob Zielgruppensignale hinterlegt sind, ob Markentraffic die Ergebnisse aufbläht und ob die Erweiterung der finalen URL Nutzer nur auf sinnvolle Seiten schickt. Google erlaubt inzwischen bis zu 10.000 auszuschließende Keywords auf Kampagnenebene pro Performance-Max-Kampagne. Händler sollten den Produktfeed und seine Fehler im Merchant Center prüfen und mit eigenen Shopping-Kampagnen vergleichen.
| Bereich | Zu stellende Frage | Warnsignal | Lösung |
|---|---|---|---|
| Conversion-Tracking | Bilden primäre Conversions echten Wert ab? | Google-Ads-Conversions weit über den Zahlen aus CRM oder Verkauf | Nur wertvolle Aktionen als primär behalten, Duplikate entfernen |
| Struktur | Ist die Marke vom Rest getrennt? | Gemischter CPA sieht gut aus, Neukundenkosten unbekannt | Eigene Markenkampagne |
| Einstellungen | Wer sieht die Anzeigen, und wo? | Klicks von außerhalb Ihres Liefergebiets | Standortoption auf "Präsenz" umstellen |
| Keywords | Welche Keywords kosten ohne Conversion? | Größte Kostenträger ohne Conversion über 90 Tage | Pausieren, Gebot senken oder Keyword-Option eingrenzen |
| Suchbegriffe | Was haben Nutzer tatsächlich gesucht? | "Kostenlos", "Jobs", falsche Orte im Bericht | Ausschlüsse hinzufügen, jede Woche |
| Anzeigen | Beantwortet die Anzeige die Suche? | Wenige Anzeigentitel, alles angepinnt, niedrige CTR | Abwechslungsreiche Anzeigentitel mit dem Keyword schreiben |
| Assets | Sind Sitelinks und Zusatzinformationen aktiv? | Fehlende Assets oder Links auf tote Seiten | Assets ergänzen und aktualisieren |
| Gebote | Hat die Strategie genug Daten? | Ziel-CPA-Kampagne mit sehr wenigen Conversions | Kampagnen bündeln oder einfachere Strategie wählen |
| Budget | Wo geht Volumen verloren? | Hoher Anteil entgangener Impressionen (Budget) bei profitabler Kampagne | Budget aus schwachen Kampagnen umschichten |
| Qualitätsfaktor | Welche Komponente ist schwach? | Unterdurchschnittliche Nutzererfahrung mit der Landingpage | Seite verbessern oder Ziel-URL ändern |
| Landingpages | Hält die Seite das Versprechen der Anzeige? | Startseite für alle Keywords, langsam auf Mobilgeräten | Eigene Seite pro Suchintention |
| Performance Max | Was kauft die Kampagne wirklich ein? | Ergebnisse getragen von Markensuchen | Marke ausschließen, saubere Asset-Gruppen, Feed korrigieren |
Der in der Oberfläche angezeigte Optimierungsfaktor ersetzt kein Audit. Google beschreibt ihn als Schätzung, wie gut das Konto für eine gute Leistung eingerichtet ist, von 0 bis 100 %, auf Grundlage eigener Empfehlungen; ein hoher Wert beweist keine Rentabilität.
| Rhythmus | Was Sie prüfen |
|---|---|
| Wöchentlich | Suchbegriffe und Ausschlüsse, Budgetverbrauch, abgelehnte Anzeigen |
| Monatlich | Keywords ohne Conversions, Leistung von Anzeigen und Assets, Qualitätsfaktor, Landingpages |
| Vierteljährlich | Vollständiges 12-Punkte-Audit, Struktur, Gebotsstrategien, Performance Max |
| Nach jeder größeren Änderung | Conversion-Tracking (Website-Migration, neues Formular oder neuer Checkout, neues Cookie-Banner) |
Dieselbe Methode gilt für Microsoft Advertising, wo importierte Kampagnen oft die Google-Einstellungen übernehmen, ohne dass jemand sie prüft.
Ein Audit zeigt oft, dass ein großer Teil des Budgets in informationelle Suchanfragen fließt ("was ist", "wie", "beste"), die schlecht konvertieren. Diese Anfragen bedienen Sie besser mit Inhalten, die organisch ranken und in KI-Antworten zitiert werden. Anzeigen erscheinen inzwischen auch rund um KI-generierte Zusammenfassungen: Laut der Google Ads-Hilfe zu Anzeigen und KI-Übersichten können Werbetreibende diese Platzierung weder gezielt ansteuern noch ausschließen. Der einzige Hebel dafür, was die KI über Ihre Marke sagt, sind also die Inhalte, die sie zitiert. Das KI-Mention-Tracking zeigt, ob ChatGPT, Claude und Gemini Ihre Marke bei den Fragen Ihrer Kunden nennen.
Ein gutes Google Ads Audit streicht Ausgaben für Suchanfragen ohne Conversion und verlagert das Budget auf die, die konvertieren. Für die informationellen Anfragen, für die Sie nicht mehr zahlen, schreibt und veröffentlicht der Artikelgenerator von Sorank optimierte Artikel im Autopilot, damit organische Suche und KI-Antworten übernehmen. Tarife und die 3-tägige kostenlose Testphase finden Sie auf der Preisseite.
Bei einem kleinen Konto mit wenigen Kampagnen dauert ein gezieltes Audit einen halben bis einen ganzen Tag. Große Konten mit vielen Kampagnen, Shopping-Feeds und Performance Max können mehrere Tage beanspruchen, vor allem für Conversion-Tracking und Suchbegriffe. Die Dauer hängt von der Zahl der Kampagnen und der Qualität des Trackings ab, nicht vom Budget.
Ja. Die nötigen Daten stehen in der Oberfläche: Conversion-Aktionen, Änderungsverlauf, Suchbegriffbericht, Spalten zum Qualitätsfaktor, Anteil an möglichen Impressionen und Landingpage-Bericht. Schwierig ist es, bei eigenen Entscheidungen objektiv zu bleiben. Deshalb holen sich manche Unternehmen einmal im Jahr eine externe Zweitmeinung.
Unzuverlässiges Conversion-Tracking, gefolgt von Ausgaben für irrelevante Suchbegriffe. Wenn weiche Aktionen wie Seitenaufrufe als Conversions zählen, kaufen automatische Gebote billigen, nutzlosen Traffic ein. Wenn Ausschlüsse fehlen, lösen weitgehend passende Keywords Anzeigen bei Suchen aus, die nie zu einem Kauf führen.
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