Zusammenfassung: Nicht optimierte Bilder machen bis zu 75 % des gesamten Seitengewichts aus. Ihre Komprimierung kann die Ladezeiten halbieren, ohne sichtbaren Qualitätsverlust.
Bildkomprimierung ist die wirkungsvollste Einzeloptimierung, die die meisten Websites vornehmen können. Laut dem HTTP Archive machen Bilder über 40 % der Gesamtbytes einer durchschnittlichen Webseite aus. Bei bildlastigen Websites wie E-Commerce-Shops und Portfolios steigt dieser Wert auf über 75 %. Jedes unnötige Kilobyte verlangsamt direkt die Ladezeit, verschlechtert die Core-Web-Vitals-Scores und drückt Ihre Website in den Google-Suchergebnissen nach unten.
Google hat die Seitengeschwindigkeit seit 2018 für Mobile und seit 2021 über Core Web Vitals zum direkten Rankingfaktor gemacht. Die Largest Contentful Paint (LCP)-Metrik, die misst, wie schnell der Hauptinhalt lädt, wird stark von der Bilddateigröße beeinflusst. Websites mit einem LCP unter 2,5 Sekunden ranken deutlich besser als langsamere Konkurrenten. Eine web.dev-Studie ergab, dass die Reduzierung des Bildgewichts die häufigste Lösung für fehlgeschlagene LCP-Scores ist.
Wie Bildkomprimierung funktioniert
Bildkomprimierung reduziert die Dateigröße durch Eliminierung redundanter Daten. Es gibt zwei Ansätze: verlustbehaftet (lossy) und verlustfrei (lossless).
Verlustbehaftete Komprimierung entfernt Daten, die das menschliche Auge nicht leicht erkennen kann. Bei Qualitätsstufen zwischen 70 % und 85 % ist der visuelle Unterschied zwischen Original und komprimiertem Bild praktisch unsichtbar, aber die Dateigröße kann um 60 % bis 80 % sinken. Dies ist der optimale Bereich für Webbilder.
Verlustfreie Komprimierung reduziert die Dateigröße ohne Entfernung von Bilddaten. Die Einsparungen sind geringer, typischerweise 10 % bis 30 %, aber das Bild bleibt Bit für Bit identisch mit dem Original. Dieser Ansatz eignet sich für Bilder, bei denen jedes Detail zählt, wie technische Diagramme und Screenshots.
Unser kostenloser Bildkompressor verwendet fortschrittliche verlustbehaftete Komprimierungsalgorithmen, die die visuelle Qualität beibehalten und gleichzeitig maximale Dateigrößenreduzierung erzielen.
Warum Bildgröße SEO-Rankings beeinflusst
Google misst drei Core-Web-Vitals-Metriken: LCP, First Input Delay (FID) und Cumulative Layout Shift (CLS). Große Bilder schaden dem LCP direkt, da der Browser die gesamte Bilddatei herunterladen muss, bevor er sie auf dem Bildschirm darstellen kann. Ein unkomprimiertes 3-MB-Hero-Bild über eine mobile Verbindung kann 5 bis 10 Sekunden zum Laden benötigen.
Über LCP hinaus erhöhen schwere Bilder das gesamte Seitengewicht, was den Gesamtbandbreitenverbrauch und die Datenkosten für mobile Nutzer beeinflusst. Googles Mobile-First-Indexierung bedeutet, dass das mobile Erlebnis Ihr Ranking bestimmt.
Die Seitengeschwindigkeit beeinflusst auch die Absprungrate. Google-Forschung zeigt, dass die Absprungwahrscheinlichkeit um 32 % steigt, wenn die Ladezeit von 1 auf 3 Sekunden ansteigt. Von 1 auf 5 Sekunden springt sie auf 90 %.
Das richtige Bildformat wählen
WebP ist das empfohlene Format für die meisten Webbilder 2026. Es bietet 25 % bis 35 % kleinere Dateien als JPEG bei vergleichbarer Qualität. Alle modernen Browser unterstützen WebP.
JPEG bleibt der Standard für Fotos und komplexe Bilder. Es erreicht hervorragende Komprimierungsraten, unterstützt aber keine Transparenz.
PNG ist ideal für Bilder, die Transparenz, scharfe Kanten oder exakte Farbwiedergabe erfordern. Logos, Icons und Screenshots komprimieren gut im PNG-Format.
AVIF ist das neueste Format mit noch besserer Komprimierung als WebP. Die Unterstützung wächst, ist aber noch nicht universell.
Stapelkomprimierung für große Websites
E-Commerce-Sites, Blogs und Medienplattformen haben oft Hunderte oder Tausende von Bildern. Unser Tool unterstützt Stapelverarbeitung, sodass Sie mehrere Bilder gleichzeitig komprimieren und alle in einem einzigen Archiv herunterladen können.
Priorisieren Sie bei bestehenden Websites die Komprimierung der Bilder auf Ihren meistbesuchten Seiten. Verwenden Sie Google PageSpeed Insights, um die Seiten mit den schlechtesten bildbezogenen Leistungswerten zu identifizieren.
Best Practices für Bildkomprimierung
Ändern Sie die Bildgröße immer auf die Anzeigemaße, bevor Sie komprimieren. Verwenden Sie responsive Bilder mit dem srcset-Attribut. Aktivieren Sie Lazy Loading mit loading="lazy" für Bilder unterhalb des sichtbaren Bereichs. Setzen Sie explizite width- und height-Attribute auf alle Bilder, um Layout-Verschiebungen zu vermeiden. Nutzen Sie Browser-Caching mit langen Cache-Headern für Bilddateien.


















