Noindex weist Suchmaschinen an, eine Seite nicht in den Ergebnissen zu zeigen. Wie Sie es einsetzen, wann es sinnvoll ist und welche Fehler Websites deindexieren.

Zusammenfassung
Noindex ist eine Anweisung in einem Robots-Meta-Tag oder HTTP-Header, die Suchmaschinen bittet, eine Seite zu crawlen, aber nicht in den Ergebnissen anzuzeigen. Es ist der zuverlässige Weg, eine Seite aus dem Google-Index herauszuhalten.
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Noindex ist eine Anweisung, mit der Sie Suchmaschinen bitten, eine Seite nicht in ihren Index aufzunehmen und damit nicht in den Suchergebnissen zu zeigen. Sie steht entweder im HTML der Seite, mit <meta name="robots" content="noindex"> im Head, oder in der HTTP-Antwort mit dem Header X-Robots-Tag: noindex, der auch für PDFs und andere Dateien funktioniert. Google, Bing und die meisten anderen Suchmaschinen respektieren sie.
Noindex entfernt eine URL aus den Ergebnissen, ohne sie für Nutzer unzugänglich zu machen. Danke-Seiten, interne Suchergebnisse oder Login-Seiten bleiben online und nützlich, sind aber in Google unsichtbar. Versehentlich gesetzt, kann derselbe Tag eine ganze Website in wenigen Tagen aus der Suche verschwinden lassen.
Eine Suchmaschine muss eine Seite crawlen, um die Anweisung zu lesen. Findet Googlebot den Tag oder Header, entfernt er die Seite aus dem Index oder nimmt sie gar nicht erst auf. In der Google Search Console erscheinen diese URLs im Bericht zur Seitenindexierung unter „Durch noindex-Tag ausgeschlossen“.
Noindex wirkt daher nur auf Seiten, die gecrawlt werden dürfen. Ist die URL in der robots.txt gesperrt, kann Google den Tag nicht lesen, und die URL kann sogar ohne Beschreibung im Index bleiben. Seit 2019 unterstützt Google zudem keine noindex-Zeilen in der robots.txt mehr.
Robots.txt steuert das Crawling und schont das Crawl-Budget, garantiert aber keine Deindexierung. Noindex steuert die Indexierung: Die Seite darf gecrawlt, aber nicht angezeigt werden. Der Canonical-Tag regelt Duplikate und nennt Google die zu indexierende Version. Faustregel: Duplikate per Canonical bündeln, nützliche, aber nicht suchrelevante Seiten per Noindex ausblenden, endlose URL-Räume wie manche Filter per robots.txt sperren.
Typische Kandidaten sind Bestellbestätigungen und Danke-Seiten, interne Suchergebnisse, Konto- und Warenkorbseiten, Druckversionen, Tag-Archive mit wenigen Beiträgen und Staging-Umgebungen. Dünne Seiten können vorübergehend auf Noindex gesetzt werden, besser ist aber meist, sie auszubauen oder zusammenzuführen, wie unser Eintrag zu Thin Content erklärt. Für vertrauliche Inhalte ist Noindex kein Schutz: Die Seite bleibt über die URL erreichbar.
Im CMS nutzen Sie die vorgesehene Option, etwa „vor Suchmaschinen verbergen“ in SEO-Plugins. In eigenem Code fügen Sie den Robots-Meta-Tag in den Head ein oder lassen den Server den X-Robots-Tag-Header senden. Werte lassen sich kombinieren, etwa „noindex, follow“. Prüfen Sie anschließend die URL in der Search Console und stellen Sie sicher, dass sie nicht in der robots.txt gesperrt ist. Der kostenlose Indexierbarkeits-Checker von Sorank zeigt, ob eine URL eine Noindex-Anweisung trägt.
Der folgenschwerste Fehler ist die nach einem Relaunch aktiv gebliebene Option „Suchmaschinen davon abhalten, diese Website zu indexieren“: Die ganze Website wird deindexiert. Weitere Fehler sind Noindex kombiniert mit einer robots.txt-Sperre, Noindex zusammen mit einem Canonical auf eine andere URL und Noindex auf paginierten Kategorien, das Crawler von den gelisteten Produkten abschneidet.
Im SEO hält Noindex den Index sauber, damit sich Suchmaschinen auf die rankingwürdigen Seiten konzentrieren. Für GEO ist die Wirkung direkt: KI-Assistenten wie die ChatGPT-Suche oder Perplexity stützen sich auf Webindizes, darunter den von Bing. Eine per Noindex ausgeschlossene Seite fehlt dort in der Regel und kann nicht zitiert werden.
Noindex bittet Suchmaschinen, eine Seite nicht in den Ergebnissen zu zeigen. Die Anweisung wirkt über einen Robots-Meta-Tag oder X-Robots-Tag-Header, setzt Crawlbarkeit voraus und eignet sich für nützliche, aber nicht suchrelevante Seiten. Bewusst eingesetzt fokussiert sie den Index, versehentlich gesetzt kann sie eine Website aus Google löschen.
Weiterführend: Indexierung und robots.txt. Quellen: Google zum Blockieren der Indexierung mit noindex und Googles Spezifikation des Robots-Meta-Tags.
Quellen
Die Seite wird entfernt, sobald Googlebot sie erneut crawlt und die Anweisung sieht, was je nach Crawl-Frequenz einige Tage bis mehrere Wochen dauern kann. Eine erneute Crawling-Anfrage per URL-Prüfung beschleunigt das, und das Entfernen-Tool kann die URL vorübergehend ausblenden.
Nein. Ist die Seite gesperrt, kann Google sie nicht crawlen und sieht den Noindex-Tag nie, sodass die URL im Index bleiben kann. Lassen Sie Noindex-Seiten crawlbar, bis sie entfernt sind.
Die Seite soll nicht indexiert werden, ihre Links aber weiterhin verfolgt werden. Das ist bei Archiv- oder Hilfsseiten üblich, deren Links zu wichtigen Inhalten führen. Da follow das Standardverhalten ist, wirkt „noindex“ allein für Links genauso.
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